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Ergebnisse der StuPa-Wahl vom Juli 2016

NEU: Die Ergebnisse der Implentierung der Drittstimme bei der StuPa-Wahl sind verfügbar!

Nach vielen Stunden und Tagen der Auswertung sind wir hoch erfreut Euch die Ergebnisse des StuPa-Experiments endlich präsentieren zu können.

 

Was war das Ziel unseres Experiments?

Das Experiment soll in erster Linie das irrationale Wahlverhalten von Menschen aufzeigen. Mit einer neu eingeführten Drittstimme wurde zusätzlich zu Erst- und Zweitstimme die Meinung des Wählers zu 10 verschiedenen Thesen eingeholt. 
Alle zur Wahl stehenden Listen gaben ebenfalls ihre Meinung zu den 10 Thesen ab. (Zum Verständnis: Bei der StuPa-Wahl spricht man nicht von Parteien, sondern von so genannten Listen). 
Dadurch kann im Nachhinein überprüft werden, inwiefern die Meinung des Wählers auch tatsächlich mit der Auffassung der gewählten Liste übereinstimmt.

 

Ergebnisse

Zuerst wollen wir einen Blick auf den Wahlausgang nach Berücksichtigung der Zweitstimme werfen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Ergebnis der Wahl zum Studenten-Parlament
Abbildung 1: Endgültiges Ergebnis zur Wahl zum Studenten-Parlament am KIT

 

Tatsächlich konnten wir bei der StuPa-Wahl irrationales Wahlverhalten bei den Wählern feststellen. Nicht FiPS, sondern die Jusos sind gemessen an der Meinungs-Übereinstimmung mit den Wählern die repräsentativste Liste. Um die tatsächliche Übereinstimmung der Wähler mit den gewählten Listen zu messen, haben wir die Variablen Popularität und Universalität eingeführt. Diese werden im Folgenden kurz erklärt:

 

  • Popularität: Die Popularität gibt den Anteil der Wähler wieder, die (durschschnittlich über alle 10 Thesen hinweg gesehen) dieselbe Meinung vertreten wie die betroffene Liste. 
     
    • Beispiel: Die Jusos erreichen einen Popularitäts-Wert von 50%.
      Die Jusos lehnen These 1 ab. 31% der Wähler lehnen diese ebenfalls ab. 
      Die Jusos lehnen These 2 ab. 49% der Wähler lehnen diese ebenfalls ab. All diese Prozentwerte werden addiert und dann durch die Anzahl der Fragen dividiert.
      Am Ende erhalten wir den Anteil der Wähler, die (durschschnittlich über alle 10 Thesen hinweg gesehen) dieselbe Meinung vertreten wie die Jusos. 

 

  • Universalität: Die Universalität gibt den Anteil der Thesen an, in der die Meinung der jeweiligen Liste mit der Mehrheitsmeinung der Wähler übereinstimmt.
     
    • Beispiel: Die LHG erreicht eine Universalität von 70%. Die LHG vertritt in 7 von 10 Thesen dieselbe Meinung wie die Mehrheit der Wähler - dies bedeutet 70%.
      Wichtig: Hier geht es nur um die Übereinstimmung mit der Mehrheitsmeinung zu jeder These.

 

In unserem Experiment untersuchten wir zusätzlich den Unterschied im Wahlverhalten zwischen Wählern, die den StuPa-O-Mat vor der Wahl gemacht haben (s), und denjenigen Wählern, die ihn nicht gemacht haben (o).
Studenten, die den StuPa-O-Mat nicht benutzten, wählen den Auswertungen nach deutlich irrationaler als Studenten, die den StuPa-O-Mat zuvor genutzt haben. In Abbildung 2 können diese Ergebnisse nachvollzogen werden.

 

Results of the Third Vote Experiment

Abbildung 2: Die Indizies Popularität (P) und Universalität (U) der jeweiligen Listen werden zum einen für alle Wähler (a) dargestellt und außerdem wird unter StuPa-O-Mat Nutzern (s) und Nicht-Nutzern (o) unterschieden. Der Mean Index stellt den Durchschnitt zwischen Popularität und Universalität dar.

 

Genauere Details könnt ihr gerne der wissenschaftlichen Ausarbeitung "The Third Vote Experiment" entnehmen. Es lohnt sich!